Wine, die Kompatibilitätsschicht zur Ausführung von Windows-Anwendungen unter Linux, ist in der Entwicklerversion 11.20 erschienen.
Das Release bringt unter anderem Verbesserungen bei der Speicherverwaltung in ntdll (u. a. Reservierung des unteren 8-GB-Bereichs unter 64 Bit), Unterstützung für D3D11_CREATE_DEVICE_VIDEO_SUPPORT in dxgi, eine Überarbeitung der Loop-Wiedergabe in dmime sowie DTD-Validierung in msxml3. Insgesamt umfasst das Release rund 340 Änderungen gegenüber Version 11.19.
Hier ist eine Auswahl der Änderungen aus dem Commit-Log:
- ntdll: Reservierung des gesamten unteren 8-GB-Bereichs unter 64 Bit, Sperren bestimmter Speicherbereiche, größerer Top-Down-Bereich sowie ARM64EC-Relay-Unterstützung.
- dxgi/wined3d:
D3D11_CREATE_DEVICE_VIDEO_SUPPORTimplementiert, Video-Decoding kann in wined3d deaktiviert werden. Dazu mehrere Performance-Optimierungen im Command Stream. - win32u/opengl32: Unterstützung für
EGL_EXT_device_typeundWGL_RENDERER_UNIFIED_MEMORY_ARCHITECTURE_WINE, Pixelformate werden nur noch für Fenster des eigenen Prozesses geprüft. - dmime: Überarbeitete Loop-Punkte und
rtLengthbei Segmenten. - dsound: Mixing und Lautstärke werden nun in einem gemeinsamen
put_samples()-Helper ausgeführt. - winmm/dinput: Joysticks werden nach erneutem Anstecken wieder erfasst, doppelte Geräte werden vermieden.
- winebus: Der
iInterface-String wird für USB-HID-Geräte ggf. als Produktname verwendet. - mountmgr: Neue Unterstützung für
IOCTL_STORAGE_GET_MEDIA_TYPES_EXundFSCTL_DISMOUNT_VOLUME; Unix-Geräte werden von ntdll nicht mehr direkt geöffnet. - cmd: Weitere Umstellung der Builtin-Befehle (u. a.
FOR,SET /A,HELP,DEL) auf den neuen Wort-Iterator. - msxml3/msxml6: Umfangreiche DTD-Validierung (Root-Element, Attribute, leere und gemischte Elemente).
- msvcp60/msvcp90/msvcp140: Zahlreiche Korrekturen, msvcp140 meldet nun Version 14.51.
- Mehrere DLLs (u. a.
dplay,dpnaddr,vga,twain_32) sind nun reine Daten-DLLs. - Zahlreiche weitere Fehlerbehebungen in
jscript,mshtml,vbscript,wininet,setupapiund anderen Modulen.

Quelle: GitLab